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~Torn between~

„Halte an einer Zukunft fest, egal ob sie dir gefällt oder nicht…“ Was hat Zukunft? Braucht man nicht so etwas wie ein „Ich“ um eine Zukunft zu haben, um sagen zu können was man in Zukunft machen möchte? Wie definiert sich das Wort Ich? Für mich bedeutet es, dass man Tag für Tag weiß was man möchte, was man werden will, wo man in Zukunft hin will, mit wem man sein Leben fristen will. All das fehlt mir, mal mehr mal weniger. Warum fehlt mir dieses Ich-Gefühl? Konnte ich es während meiner Schulzeit nicht manifestieren? Weil mir so oft Entscheidungen abgenommen wurden? Ich kann es nicht beantworten. Schickt mir den besten Psychologen dieser Welt und er wird es nicht herausfinden. Warum? Wenn ich eins gelernt habe, dann wie ich Menschen manipuliere, wie ich Lüge, wie ich mein Ich verstecke, so gut verstecke das es mir vielleicht deshalb abhanden gekommen ist. Vor ein paar Monaten habe ich mich auf die Suche begeben, Ich habe meine erste selbstständige, wichtige Entscheidung getroffen, Ich habe mein Abitur abgebrochen und taumle seitdem von Job zu Job, von Idee zu Idee, um mein Ich zu finden. Viele sagen ich bin zu alt dafür und sollte mir langsam im klaren darüber sein was ich in meinem Leben erreichen möchte. Aber ich habe keine andere Möglichkeit, ich muss das erlernen was mir in meiner Kindheit, wo sich normalerweise ein Ich-Gefühl einstellt, nicht möglich war. Dieser Druck der Gesellschaft lastet so schwer auf mir, dass es die Suche erschwert, ja sie sogar fast unmöglich macht und mich Tag für Tag neu kämpfen lässt.
Ich möchte hier noch mal meinen Dank an die Menschen richten die mich unterstützt haben und es, teilweise, noch immer tun. Es ist schwierig eine Reihenfolge zu finden, wodurch sich niemand gekränkt fühlt, aber ich gebe mein bestes.
Als erstes gilt es hier Marlen zu nennen, du weißt nicht viel über mich, aber genau deswegen liebe ich es in deiner Nähe zu sein, weil ich einfach nur Ich (merkt ihr das Paradoxum -.-?) sein kann, meist ohne viele Fragen und unangenehme Forderungen/Druck mein Leben geniessen kann.
Nun zu Frank, über viele Jahre hinweg und ich wünschte es wären mehr, standest du als „Herr Ostermann“ hinter mir, hast mir Druck gemacht und nur das beste für mich gewollt. Du warst ein sehr guter Ersatzvater! Ich danke dir für die vielen Denkanstösse und die Kraft und Zeit die du in mich gesteckt hast!
Johannes! Was soll ich sagen? Ich danke dir sehr dafür, dass du mir einen Freundeskreis gezeigt hast indem so viele unterschiedliche Menschen anzutreffen sind. Ich fühle mich wohl bei euch. Ebenso danke ich dir für die vielen Abende indem du mich mit guten Worten aufgebaut und mich vor schlimmeren bewahrt hast.
Ebenso gehören meine Eltern erwähnt. Ich bin bestimmt nicht der Sohn den ihr euch immer gewünscht habt, aber wer aus unseren Familie entspricht schon einem Wunsch? Ich danke euch dafür, dass ihr immer hinter mir steht, egal wie schwierig es manchmal auch sein mag.
Mir fällt es wirklich schwer hier alle Menschen die mir geholfen/mich positiv geprägt haben aufzuzählen. Jemanden möchte ich aber unbedingt noch nennen.
Livia, du hast mir gezeigt, wie man NICHT mit Menschen umzugehen hat, dass man Gefühle achten und mit Respekt behandeln sollte, dass es verdammt noch mal keinem Menschen zusteht einen anderen aus einer Laune heraus zu verletzen nur um über seine eigenen Probleme hinwegsehen zu können. Ich weiß das du das nicht so wolltest und mittlerweile auch viele Positive Veränderungen durchgemacht hast, aber es musste einfach erwähnt werden. Ich wünsche dir hier viel Glück auf deinen weiteren Wegen.
Nun, was gibt es noch zu sagen? Vielleicht kann mir jemand die Antworten auf meine Fragen liefern, aber eins steht fest: Ich kämpfe weiter und gebe mein bestes mich nicht von irgendwelchen allgemeingültigen „Regeln“ unterwerfen zu lassen, sei es das letzte was ich tue!

Guten Morgen, möge die zweite Flasche Rotwein vernichtet werden!

1 Kommentar 3.3.07 05:23, kommentieren